Die Igel am Rehkadaver

Veröffentlicht am 20. September 2026 um 12:13

Es vergeht kaum eine Nacht, in der die Igel nicht am Rehkadaver in Ober-Flörsheim zu finden sind.

Die Igel, deren Nahrung zu 90 Prozent aus Insekten wie Käfer und deren Larven, Maden usw. bestehen, finden dort einen reich gedeckten Tisch. 

Schließlich gilt es sich ausreichend Winterspeck für den anstehenden Winter anzufuttern. Dabei scheuen sie sich auch nicht, die Bodenfallen genau zu inspizieren um auch ja keinen Leckerbissen zu verpassen.

Die Igel stehen seit 2024 erstmals auf der Roten Liste, den sein Bestand geht zunehmends zurück. In Bayern sind die Bestände um 50% zurückgegangen. 

Neben dem Verlust der Lebensräume, dem Einsatz von Pestiziden, dem Verkehr und den Mährobotern, macht der Insektenschwund und somit das Fehlen der Nahrungsgrundlage, den Igeln stark zu schaffen. Schnecken, wie immer wieder genannt werden, werden nur bei akutem Nahrungsmangel an Insekten vertilgt, mit der Folge, dass oftmals ausgebrachtes Schneckengift zu einer Vergiftung und dem Tod der Igel führt. 

An diesem Beispiel sieht man wieder, wie wertvoll Tierkadaver sind - Aas als Hotspot der Biodiversität und Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl an Arten.

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