Gammaeule - Autographa gamma
Sie ist eine der am weitesten verbreiteten und häufigsten Tagaktiven Nachtfalter. Gleichzeitig gehört sie zu den häufigsten Eulenfaltern und einer der häufigsten Wanderfalter.
Mehrere Superlativen vereint.
Vorkommen:
Sie ist weit verbreitet und überall häufig. Besiedelt werden ein sehr breites Spektrum von Lebensräumen, besonders Offenlandbereiche. Waldgebiete ohne Säume werden allerdings gemieden.
Flugzeit: April bis November
Ampfer-Rindeneule - Raupe - Acronicta rumicis
Lebensraum: Gärten, Siedlungsbereich und allen Offenland-Lebensräume
Flugzeit: zwei Generationen, von April bis Juni und von Juli bis September
Raupen: extrem polyphag, Futterpflanzen sind niedrige Laubbäume und Büsche, Stauden und krautige Pflanzen, Mai/Juni bis Oktober
Dunkelbraune Brombeereule - Dysgonia algira
Eine südliche Art, die früher als seltener Zuwanderer galt. Seit den 1980er Jahren kommt sie in Deutschland vor, anfangs im Dreiländereck F/CH/D, seit 1992 auch in der Oberrheinebene.
Sie ist tag- und nachtaktiv.
Flugzeit: Juni bis August (meist zwei Generationen)
Lebensraum: warme Offenlandbereiche
Raupen: leben überwinternd an Stauden und krautigen Pflanzen, darunter namensgebend Brombeere.
Satellit-Wintereule - Eupsilla transversa
Flugzeit: September, überwinternd, bis Mai. In warmen Winternächten wird sie gelegentlich aktiv
Lebensraum: Wälder, gehölzreiches Offenland, allgemein verbreitet
Raupen: April bis Juni an verschiedenen Laubbäumen und Sträucher - gelten als Mordraupen, da sie gelegentlich andere Raupen angreifen und fressen bzw. aussaugen. Dies hilft den ggf. vom Sturm auf den Boden gewehten Raupen zu überleben.
Heidelbeer-Stricheule - Hyppa rectilinea
Flugzeit: Mai/Juni bis Juli/August
Vorkommen: Im Süden ist die Art vor allem in den Mittelgebirgen und Alpen verbreitet, im Norden lokal an besonders moorigen Standorten.
Lebensraum: Zwergstrauchheiden in montanen Misch- und Nadelwäldern, in Mooren und in Heidekraut-Heiden.
Raupen: Sommer, überwinternd, bis zum Frühjahr an Heidelbeere, Heidekraut und weiteren Kräutern, Stauden und Büschen
Erbseneule - Ceramica pisi
Flugzeit: Mai bis Juli, in Wärmegebieten wie der Rheinebene auch zwei Generationen August bis September
Lebensraum: frischen bis feuchten, selten in sehr trockenen, offenen und bewaldeten Lebensräume bis ins Gebirge
Raupen: Juni bis Oktober an vielen krautigen Pflanzen, Stauden und Zwergsträuchern
Kleine Heidekrauteule - Lycophotia porphyrea
Flugzeit: Juni bis August, gelegentlich auch tagaktiv
Lebensraum: Heiden, Moore, Kiefernwälder und Sandfluren mit Beständen von Heidekraut (Calluna vulgaris)
Raupen: August, überwinternd bis Mai, an Heidekraut
Ockerfarbene Queckeneule - Eremobia ochroteuca, RL D 2, RL RLP 2
Die Art ist nur sehr lokal verbreitet und fehlt in vielen Gebieten oder ist im Verlauf des 20. Jahrhunderts verschwunden.
Flugzeit: Juli bis August/September
Lebensraum: trockenwarme Magerrasen, Böschungen, Ruderalfluren und Brachen - dort können sie an Büten gefunden werden
Raupen: Mai und Juni an verschiedenen Gräsern, deren Blüten und Samen sie vorzugsweise fressen
Möndcheneule - Calophasia lunula
Allgemein verbreitet, im höheren Bergland selten
Flugzeit: April/Mai bis August/September, oft in zwei Generationen
Lebensraum: trockene, sonnige, gern auch gestörte Lebensräume wie Brachflächen, Wegböschungen, Ackerraine, Bahndämme, Felshänge, Magerrasen, Kiesgruben, Ruderalflächen
Raupen: Juni bis September an Gewöhnlichem Leinkraut (Linaria vulgaris) und anderen Leinkrautarten zu finden, gelegentlich in Gärten auch an Löwenmäulchen (Antirrhinus)
Haarstrangwurzeleule - Gortyna borellii,
FFH-Anhang II und IV-Art,
RL D 1, RL RLP 1
Nur sehr lokal verbreitet und an vielen ehemaligen Standorten ausgestorben!
Nachweis durch typisches Bohrmehlhäufchen der Haarstrangwurzeleule (Foto)
Flugzeit: September und Oktober
Lebensraum: Flußniederungen, wo die Nahrungspflanze Echter Haarstrang (Peucedanum officinale) auf Dämmen und Wiesen wächst, aber auch steile Felshänge, wo die Pflanze in trockenwarmen Gebüschen und Säumen steht.
Raupen: Frühjahr bis August in den Wurzeln vom Echten Haarstrang
Südliche Graseule (Dottergelbe Graseule) - Mythimna vitellina
Eine im Mittelmeergebiet häufige Art, die Mittel- und Nordeuropa als gelegentlicher Wanderfalter erreicht.
Mythimna vitellina ist in Deutschland nicht heimisch, wandert aber gelegentlich ein und wird auf der Roten Liste gefährdeter Arten als „Irrgast“ geführt.
Flugzeit: im Süden in mehreren Generationen von März bis November, in Deutschland meisten zwischen Mai und Oktober
Lebensraum: warme Hänge und Ödländereien sowie Steppenheiden
Raupen: leben an verschiedenen Gräsern
Purpur-Zwergeulchen (Purpur-Prachteulchen) - Eublemma purpurina
Diese hübsche Art ist ein seltener Zuwanderer in Deutschland. Öfters vertreten ist sie inzwischen in der Oberrheinebene und im Dreiländereck um Lörrach.
Flugzeit: Im Süden zwei Generationen von Mai bis Oktober
Raupen: Nahrungspflanze sind die Blüten von Disteln der Gattung Cirsium und Cardus, insbesondere die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
Achateule - Phlogophora metuculosa
Einer unserer häufigsten und leicht erkennbaren Eulenfalter.
Flugzeit: April bis Juli und August bis November (zwei Generationen)
Lebensraum: nahezu alle Offenland-Lebensräume, Gärten
Raupen: Juni bis August und September, überwinternd, bis zum Mai, Futterpflanze krautige Pflanzen und Stauden
Hausmutter, Noctua pronuba
Die Hausmutter ist häufig und weit verbreitet und anhand ihrer Größe, trotz der vielen Farbvarianten, leicht zu erkennen.
Flugzeit: Mai bis Oktober
Lebensraum: alle offenen Lebensräume bis hinein in lichte Wälder, gerne im Siedlungsbereich und in Gärten anzutreffen
Raupen: ab September/Oktober, überwinternd - Verpuppung erfolgt im Frühjahr - an krautigen Pflanzen und Stauden
Bleich-Gelbeule - Xanthia icteritia (Syn.: Cirrhia icteritia)
Eine häufige Art, die gut bestimmt werden kann.
Flugzeit: August bis Oktober
Lebensraum: gehölzreiche Biotope mit Weiden und Pappeln, Siedlungsbereich
Raupen: März bis Mai anfangs an Weiden- und Pappelkätzchen, fallen mit diesen zu Boden und ernähren sich dort von krautigen Pflanzen
Zackeneule (Zimteule) - Scoliopteryx libatrix
Flugzeit: in jedem Monat präsent - überwintern im Falterstadium und können in Baumhöhlen, Keller, Vogelnistkästen usw. angetroffen werden.
Raupen: April bis Juni und Juli bis September an Weiden und Pappeln
Grüne Eicheneule - Dichonia aprilina, RL D V, RL RLP 3
Flugzeit: September und Oktober/November (Herbstart)
Lebensraum: lichte Eichenwälder und deren Ränder sowie Lichtungen
Raupen: schlüpfen zeitig im Frühjahr
Der Falter ist weit verbreitet, aber stellenweise nur lokal vorkommend.
Rotes Ordensband - Catocala nupta, RL RLP V
Flugzeit: Juli bis September/Oktober
Lebensraum: überall, wo die Nahrungspflanzen Pappeln und Weiden vorkommen, Gärten, Parks
Raupen: April bis Juni an Pappeln und Weiden
Blaukopf - Diloba caeruleocephala
Eine typische Herbstart.
Flugzeit: September bis Oktober/November
Raupen: April bis Juni auf baum- und strauchförmigen Rosengewächsen wie Schlehe, Weisdorn, Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume und andere
Schwarzes Ordensband - Morma maura, RL D V, RL RLP 2
Die düstere, aber wegen ihrer Größe bemerkenswerte Art ist trotz ihres Namens keine Verwandte der echten Ordensbänder.
Flugzeit: Juli bis September
Lebensraum: Uferbereiche von Bächen, Flüssen, Teichen und Seen
Raupen: August, überwinternd, bis Juni an Stauden, Sträuchern und jungen Laubbäumen
Dieser Falter kommt selten ans Licht, geht aber gerne an Köder.
Kleines Eichenkarmin - Catocala promissa, RL D V, RL RLP 2
Flugzeit: Juni/Juli bis August/September
Lebensraum: warme Eichenwälder der Ebene und des Hügellands
Raupen: April bis Juni an Eichenarten
Großes Eichenkarmin - Catocala sponsa, RL RLP 3
Flugzeit: Juli bis August/September
Lebensraum: eichenreiche Laub- und Mischwälder
Raupe: April bis Juni/Juli an Eichen
Der Falter ist mit Ausnahme der Mittelgebirge weit verbreitet, aber lokal
Malveneule - Acontia lucida, RL D 1
Eine subtropische-mediterrane Art, die im 19.Jahrhundert in Deutschland noch lokal, aber recht weit verbreitet beobachtet werden konnte. Inzwischen ist sie vielerorts ausgestorben und es gibt nur noch wenige Vorkommen
Flugzeit: Im Süden mit mehreren Generationen von März bis November
Lebensraum: trockene Offenlandstellen mit Vorkommen der Raupenfutterpflanze Malve, trockene, sehr warme und sonnendurchflutete Standorte. Zu ihren typischen Lebensräumen gehören Ruderalgelände, Trockenrasen, Wegränder und Dünen. Die Art ist an Magerwiesen, Ödland und Straßenrändern anzutreffen, wo sie ihre Nahrungspflanzen findet.
Raupen: leben an Malven und anderen krautigen Pflanzen
Die Malveneule zeigt ein überwiegend nachtaktives Verhalten, ist jedoch auch tagsüber aktiv.
Ackerwinden-Bunteulchen - Emmelia trabealis
Eine unverwechselbare, tag- und nachtaktive Art
Flugzeit: Mai bis August (manchmal zwei Generationen)
Lebensraum: trockene Stellen in der Ebene und im Hügelland, lokal verbreitet
Raupen: Juni bis September ausschließlich an Ackerwinde (Convolvulus arvensis)
Braune Tageule - Euclidia glyphica
Eine weit verbreitete, tagaktive Art.
Flugzeit: April/Mai bis August (ein bis zwei Generationen)
Lebensraum: trockenes bis feuchtes Grünland, Halbtrockenrasen bis hin zu Moorwiesen
Raupen: Mai bis September an verschiedenen Schmetterlingsblütlern wie Klee, Platterbsen, Wicken, Hornklee, Hufeisenklee u.a.
Sicheleule - Laspeyria flexula
Durch ihre Flügelform unverwechselbare Art.
Flugzeit: Mai/Juni bis September
Lebensraum: Laub- und Nadelwälder
Raupen: ab Frühsommer zu finden; an Rindenflechten von Bäumen und Sträuchern
Linden-Gelbeule - Tiliacea citrago
Die Art ist an Linden gebunden.
Flugzeit: August/September bis Oktober
Lebensraum: Laubwälder mit Bestand an Linden, Einzelbäume in der Feldflur, in Ortschaften und Parks
Raupen: Frühjahr bis Mai/Juni an Linden (Tilia), jung in Knospen eingebohrt, später zwischen zwei flach zusammengesponnenen Blättern zu finden.
Braunes Moderholz - Xylena vetusta, RL D V
Eine allgemein verbreitete Art, die aber selten häufig anzutreffen ist.
Flugzeit: September, überwinternd, bis Mai (von November bis Februar legen sie eine echte Winterpause ein)
Raupen: Mai bis Juli an allerlei Gräsern, krautigen Pflanzen, Stauden und Sträuchern
Rost-Wintereule - Conistra rubiginea
Eine nicht sehr häufige Art, die anhand ihrer Farbe und Musterung gut zu erkennen ist.
Flugzeit: August/September, überwinternd bis Mai
Lebensraum: Waldränder, gebüschreiches Offenland, Gärten, Streuobstwiesen
Raupen: leben an Laubgehölzen wie Eiche, Schlehe, Weide und krautige Pflanzen
Hellgraue Holzeule - Lithophane ornitopus
Eine häufige und weit verbreitete Art.
Flugzeit: September bis November und nach der Winterpause von Februar bis Mai
Lebensraum: Laub- und Mischwälder, Parks, Gärten, gebüschreiches Offenland
Raupen: Mai und Juni an Eichen, selten an anderen Laubbäumen
Braungraue Holzeule - Lithophane furcifera
Flugzeit: August/September bis Oktober und nach der Überwinterung von März bis Mai
Lebensraum: feuchte Laub- und Mischwälder, Au- und Bruchwälder, Moore, Feuchtgebiete mit Erlen und Birkenbestand
Raupen: Mai bis Juli an Erlen und Birken
Die Art ist lokal verbreitet und fehlt in Trockengebieten.
Gelbbraune Holzeule - Lithophane socia
Eine weit verbreitete, aber vielerorts nur lokal vorkommende Art, die nach Norden hin seltener wird.
Flugzeit: August bis Oktober und nach der Überwinterung von März bis Mai/Juni
Lebensraum: laubholzreiche Lebensräume von der Ebene bis zum Mittelgebirge
Raupen: Mai und Juni an verschiedenen Laubbäumen und Sträuchern zu finden
Buchen-Streckfuß - Calliteara pudibunda
Eine häufige und sehr variable Art. In Ruhestellung werden die Vorderbeine meist auffallend weit nach vorne gestreckt.
Flugzeit: April/Mai bis Juni/Juli
Lebensraum: allgemein verbreitet in unterschiedlichen Waldtypen, Obstwiesen, gebüschreiches Offenland bis in den Siedlungsraum
Raupen: Juni bis Oktober an verschiedenen Laubbäumen und - sträuchern
Bunte Bandeule - Noctua fimbriata
Die Vorderflügel-Grundfarbe ist sehr variabel von hellbeige bis dunkeloliv oder rotbraun.
Flugzeit: Mai/Juni bis September/Oktober
Lebensraum: allgemein verbreitet in unterschiedlichen Lebensräumen, Gärten, Siedlungen
Raupen: Oktober, klein überwinternd, bis Mai an verschiedenen krautigen Pflanzen, Stauden, Sträuchern und jungen Laubbäumen
Klosterfrau, Panthea coenobita
Eine an Nadelholz gebundene Art.
Flugzeit: Mai/Juni bis August/September
Lebensraum: Fichten- und Tannenwälder
Raupen: Juli bis Oktober an Fichte, Tanne, gelegentlich auch an Kiefer, Lärche und anderen Nadelhölzern
Namensgebend ist die schwarzweiße Zeichnung.
Beifuß-Mönch - Raupe - Cucullia absinthii
Flugzeit: Juni/Juli und Augsut/September
Lebensraum: offene Landschaften (Brach- und Ödland, Ruderralflächen, Sandfluren, Wegränder) mit Beständen von Gewöhnlichem Beifuß (Artemisia vulgaris) und anderen Artemisia-Arten
Raupen: August bis Oktober an den Büten und Früchten des Gewöhnlichem Beifuß
Lokal verbreitete Art, vor allem in niedrigen Lagen, fehlt im Bergland.
Karden-Sonneneule - Heliothis viriplaca
Eine vor allem im Flachland bodenständige, aber sehr wanderlustige Art, die sich an geeigneten Stellen kurzfristig ansiedeln und nach einigen Jahren wieder verschwinden.
Flugzeit: April/Mai bis Juni und von Juni bis August/September (zwei, sich teilweise überlappende Generationen)
Lebensraum: magere, trockene, gerne ruderale Stellen
Raupen: sehr farbvariabel, Juni bis Juli und von Juli bis Oktober an verschiedenen Stauden und krautigen Pflanzen
Die Falter sind tag- und nachtaktiv.
Grüne Meldeneule - Trachea atriplicis
Die im frischen Zustand grünen Zeichnungen verblassen mit zunehmenden Alter zu olivbraun.
Flugzeit: Mai/Juni bis August
Lebensraum: nährstoffreiche Ruderal- und Unkrautfluren, wo die Nahrungspflanzen der Raupen, Ampfer, Melde, Gänsefuß, Knöterich und Winde wachsen.
Raupen: Juli bis Oktober
Eine hübsche, aber nur lokal verbreitete Art.
Rotkopf-Wintereule - Conistra erythrocephala, RL RLP V
Flugzeit: August/September, überwinternd, bis April/Mai
Lebensraum: Eichenwälder und -buschwälder in nicht zu kühlfeuchten Lagen
Raupen: Frühjahr und Sommer an Eichen, später am Boden an krautigen Pflanzen
Schwarzgefleckte Wintereule - Conistra rubiginosa
Flugzeit: August/September, sind aber im Herbst wenig aktiv; erst in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar sind zahlreich unterwegs. Flugzeit kann bis in April/Mai andauern.
Lebensraum: gebüschreiches Offenland, lichte Wälder und Siedlungsbereich
Raupen: Frühjahr und Sommer an Laubsträuchern, Bäumen und krautigen Pflanzen
Heidelbeer-Wintereule (Veränderliche Wintereule) - Conistra vaccinii
Der häufigste Eulenfalter im Spätherbst und Winter und eine Art mit immenser Variationsbreite.
Flugzeit: August/September, überwinternd, bis April/Mai, bei Temperaturen über 3°C auch im Winter unterwegs
Raupen: Frühjahr bis Frühsommer an krautigen Pflanzen, Stauden und Sträuchern
Gothica-Kätzcheneule - Orthosia gothica
Sehr kälteharten Falter.
Flugzeit: Februar/März bis Mai, im Bergland bis Juni
Lebensraum: allgemein häufige Art
Raupen: April/Mai bis Juli/August an Laubhölzer und Sträucher, gerne auch an Stauden, Zwergsträucher und krautige Pflanzen
Rundflügel-Kätzcheneule - Orthosia cerasi
Meist die individuenreichste Frühjahrseule an verschiedenen Standorten.
Flugzeit: Februar/März bis Mai/Juni
Lebensraum: waldreiche und offene Lebensräume bis in den Siedlungsbereich
Raupen: April bis Juni/Juli an zahlreichen Laubhölzern (Bäume und Hecken)
Zweifleck-Kätzcheneule - Anortha munda
Flugzeit: Februar/März bis Mai
Lebensraum: Wälder, Gebüsche, Parks und Gärten
Raupen: April bis Juli an verschiedenen Laubhölzern
Opima-Kätzcheneule, Orthosia opima
Flugzeit: März bis Mai
Lebensraum: teils in ausgesprochenen feuchten Habitate (Moore, Feuchtwiesen), teils in wechselfeuchten oder trockenen Habitaten wie Heiden, Magerrasen, Gärten
Raupen: Mai bis Juni an Laubhölzern und Zwergsträuchern (z.B. Heidekraut, Heidelbeeren usw.)
Die Art ist sehr lokal verbreitet und tritt meistens einzeln auf.
Scheck-Tageule - Euclidia mi
Eine häufige, tagaktive Art.
Flugzeit: April/Mai bis Juni, vereinzelt (eine unvollständige Generation) noch im Juli und August
Lebensraum: trockene bis leicht feuchte Wiesen
Raupen: Mai bis September an Schmetterlingsblütlern wie Klee, Wicken, Ginster und anderen Pflanzen
Hornkraut-Tageulchen - Panemeria tenebrata
Ein ausschließlich tagaktiver Falter.
Flugzeit: April bis Juni
Lebensraum: trockene bis frische, ungedüngte, extensiv bewirtschaftete Wiesen, in Säumen oder an Wegränder
Raupen: Mai bis Juni an Hornkrautarten und an Sternmieren
Viele ehemaligen Standorte sind erloschen aufgrund einer Intensivierung in der Grünlandbewirtschaftung (Düngung, Mahd)
Gelbes Ordensband, Catocala fulminea
Flugzeit: Juni bis August
Lebensraum: in warmen Gebüschgesellschaften, an trockenen, schlehenreichen Waldrändern, in aufgelassenen Weinbergen, Steinbrüchen und Gärten
Raupen: an Schlehen, selten an Pflaumen
In Süddeutschland lokal verbreitet, fehlt weitgehend im nördlichen Tiefland und meidet kühle Mittelgebirgslagen
Braunes Ordensband - Minucia lunaris, RL RLP V, RL D V
Gelbfleck-Waldschatteneule - Euplexia lucipara
Flugzeit: Mai bis August
Lebensraum: habschattige Standorte in Wäldern, Gebüschen und auch Gärten, mehr in kühlfeuchten und mittleren Bereichen als an trockenwarmen Stellen
Raupen: Sommer bis Herbst an zahlreichen Stauden, Büschen, Baumschößlingen, Farne und krautige Pflanzen
Haseleule - Colocasia coryli
Flugzeit: März/April bis August/September in zwei, teilweise überlappenden Generationen
Lebensraum: Laubwälder, Binnensäume, Parks und Gärten
Raupen: Juni bis November an zahlreichen Laubhölzern, mit einer Vorliebe für Rotbuche, Hasel, Hainbuche, Birke und Eichen
Ahorn-Rindeneule - Acronicta aceris
Flugzeit: April/Mai bis August/September
Lebensraum: Laubwäldern, Parks und Gärten
Raupen: Juni bis September an Ahorn, Rosskastanie und anderen Laubhölzern; die auffallend gefärbten und behaarten Raupen rollen sich bei Störung zusammen
Früher sehr häufig, inzwischen nurmehr lokal verbreitet.
Dunkle Knötericheule - Dypterygia scabruuscula
Flugzeit: Mai bis August
Lebensraum: trockene bis feuchte, mäßig warme Stellen im Offenland, in Staudenfluren, Wiesen und Ruderalflächen, aber auch in lichten Wäldern
Raupen: Sommer und Herbst an Knöterich und Ampfer
Die Art ist stellenweise häufig, in manchen Gebieten fehlt sie weitgehend oder ist sehr selten.
Königskerzen-Mönch - Raupe - Cucullia verbasci
Die häufigste unserer "braunen" Mönchsarten.
Flugzeit: April bis Juni/Juli
Lebensraum: unterschiedliche trockene Offenland-Lebensräume, wo Königskerzenarten wachsen, Siedlungsbereich
Raupe: Mai bis Juli an sonnigen Stellen an verschiedenen Königskerzenarten
Dunkelgraue Nessel-Höckereule - Abrostola triplasia
Flugzeit: April bis Oktober (eine bis zwei Generationen)
Lebensraum: weit verbreitet bis in den Siedlungsraum
Raupen: Juni bis Oktober an Brennnesseln
Seideneulchen - Rivula sericealis
Flugzeit: Mai bis Oktober (zwei Generationen)
Lebensraum: offene, grasreiche und nicht zu trockene Lebensräume, lichte Wälder und im Siedlungsbereich
Raupen: Mai bis Juli und von August bis Oktober an Gräsern
Holzrindeneule - Egira conspicillaris
Flugzeit: März/April bis Mai oder Juni
Lebensraum: gebüschreiches Offenland bis in den Siedlungsbereich und strukturreiche Waldränder
Raupen: April bis Juli an verschiedenen Stauden (z.B. Ginster), an krautigen Pflanzen und jungen Laubhölzer
Die Art ist lokal verbreitet und fehlt in manchen Gebieten, insbesondere im nördlichen Teil Deutschlands.
Eichenhain-Wicklereulchen - Nycteola revayana
Die häufigste Art der Gattung Sarrothripini (Wicklereulchen) und extrem variabel.
Flugzeit: Herbst bis Mai/Juni (überwinternde Generation); Sommergeneration von Juni bis Spätsommer/Herbst
Lebensraum: lichte, eichenreiche Laubwälder, Gärten und Parks sowie an einzelnen Eichen in der Feldflur
Raupen: April/Mai bis Juni/Juli und August bis September; sie leben zwischen zusammengesponnenen Blättern
Grüne Heidelbeereule - Anaplectoides prasina, RL RLP 3
Eine recht große, schmal- und spitzflügelige Eule. Die anfänglich dunkelgrünen Töne werden mit zunehmenden Alter geblich-grau und verblassen.
Flugzeit: Mai/Juni bis August
Lebensraum: Laub-, Misch- und Nadelwälder, deren Randbereiche und Binnensäume, halbschattige Stellen in Gebüschen und Zwergstrauchheiden, fehlt aber in ausgesprochenen trockenen Lebensräumen
Raupen: September, überwinternd, bis Mai oder Juni an einer Vielzahl von Pflanzen der Krautschicht, Stauden, Sträuchern und jungen Laubhölzern
Vielzahn-Johanniskrauteule - Actinotia polygodon
Flugzeit: April/Mai bis Juni und Juli bis August/September (zwei Generationen)
Lebensraum: mäßig trockene, offene Staudenfluren und Gebüsche, Säume, Magerrasen, Ruderalstellen, Wald- und Wegränder, Kiesgruben und Siedlungsbereiche
Raupen: Sommer und Herbst an Echtem Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Ampfer-Rindeneule - Acronicta rumiccis
Flugzeit: April/Mai bis Juni und Juli bis September (zwei Generationen)
Lebensraum: Gärten, Siedlungsbereich und allen Offenland-Lebensräume
Raupen: bunte Raupen, die extrem polyphag sind, Mai/Juni bis Oktober an niedrigen Laubbäumen und Büschen, Stauden und krautige Pflanzen
Trapezeule - Cosmia trapezina
Als Falter und Raupe einer der häufigsten einheimischen Eulenfalter.
Die Grundfarbe ist sehr variabel.
Flugzeit: Juni/Juli bis September
Lebensraum: Laubwald, an Einzelbäumen in Parks, Gärten, Alleen, Hecken und Gebüschen
Raupen: April bis Juni an verschiedenen Laubhölzer, greifen aber auch andere Raupen an und saugen sie aus
Heidekraut-Bunteule (Heidekrauteulchen) - Anarta myrtilli,
RL D V, RL RLP 3
Sie ist eine unverwechselbare, tagaktive kleine Eule und eine Charakterart der Heidekrautheiden.
Flugzeit: April bis Juni/Juli und August bis Oktober (zwei Generationen)
Lebensraum: trockenen Kiefernheiden auf Sandboden, verheidete Hochmoore
Raupen: Juni bis Juli und von August bis Oktober an Heidekraut (Calluna vulgaris) und Glockenheidearten (Erica); Raupen sind farblich an die Nahrungspflanze angepasst
Die Art ist nur lokal verbreitet.
Grüneule (Trockenrasen-Grüneule) - Calamia tridens,
RL RLP 3
Eine unverwechselbare Art, deren Farbe bei älteren Faltern weißlich verblasst. Nur lokal verbreitet und fehlt in vielen Gebieten.
Flugzeit: Juli bis September
Lebensraum: warmtrockene, lückig bewachsene Stellen wie Sand- oder Kalkmagerrase, Kiefernheiden und Brachflächen
Raupen: Frühling bis Juni ziemlich versteckt an Gräsern
Buchen-Kahneule (Jägerhütchen) - Pseudoips prasinana
Flugzeit: April/Mai bis Juni/Juli und von Juli bis August/September (zwei Generationen)
Lebensraum: Laubwälder bis in die mittleren Lagen der Gebirge
Raupen: Juni bis November an Rotbuche, aber auch an Eichenarten, Birke, Hasel, Edelkastanie und Hainbuche
Eichen-Kahneule (Große Kahneule) - Bena bicolorana,
RL RLP V
Flugzeit: Mai/Juni bis August/September
Lebensraum: eichenreiche Laubwälder, deren Ränder und Lichtungen
Raupe: vom Hochsommer, überwinternd, bis Mai/Juni an Eichen
Große Grasbüscheleule - Apamea monoglypha
Eine unserer häufigsten und am weitest verbreiteten Eulenfalter.
Flugzeit: Juni bis September/Oktober)
Lebensraum: mäßig bewaldete und offene Landschaften bis in Städte
Raupen: Hochsommer, überwinternd, bis Juni an verschiedenen Gräsern, insbesondere an horstbildenden Süßgräsern.
Pyramideneule - Amphipyra pyramidea
Eine weit verbreitete Art, die von Amphipyra berbera nur schwer zu unterscheiden ist.
Flugzeit: Juni/Juli bis September
Lebensraum: Laub- und Mischwälder, gehölzreiches Offenland und Gärten
Raupen: April/Mai bis Juni an verschiedenen Laubbäumen und -sträuchern.
Trübgelbe Spannereule - Paracolax tristalis
Flugzeit: Juni bis August
Lebensraum: Laubwälder und Waldränder
Raupen: überwintern und ernähren sich von toten Blättern verschiedener Laubbäume und -sträucher
Lokal verbreitet von der Ebene bis in die Mittelgebirgslagen.
Ausrufungszeichen, Agrotis exclamationis
Flugzeit: Mai bis August (in warmen Lagen zweite Generation von August bis Oktober möglich)
Lebensraum: offenes Grasland von trockener bis feuchter Ausprägung, Gärten und Parks, Wiesen und Weiden
Raupen: leben an den Wurzeln verschiedener Gräser und Kräuter
Bleiche Graseule, Mythimna pallens
Flugzeit: Mai bis Juli und von Juli/August bis Oktober (zwei Generationen
Lebensraum: trockene und mesophile Lebensräume, Kulturland (bis in Gärten), soweit es sich um ungedüngte Flächen handelt
Raupen: Sommer, sowie von September, überwinternd, bis Mai an verschiedenen Gräsern
Breitflügel-Graseule, Mythimna pudorina
Flugzeit: Mai/Juni bis August
Lebensraum: Feuchttgebiete aller Art, Auwäldern bis zu Moore, Gewässerufer und Schilfröhricht
Raupen: August, überwinternd, bis Mai an verschiedenen Gräsern, Schilf, Seggen, Pfeifengras.
Schilf-Graseule, Leucania obsoleta
Flugzeit: Mai bis August, in Wärmegebieten auch noch im September und Oktober
Lebensraum: Schilfbestände in Uferbereichen und Verlandungszungen von Gewässern, in Niedermooren, Bachtälern und Flußauen, Auwälder und Kiesgruben
Raupen: ab Juni/Juli ausschließlich an Schilf
Weißpunkt-Graseule, Mythimna albipuncta
Flugzeit: April/Mai bis Juli und von Juli bis Oktober (zwei sich überschneidende Generationen)
Lebensraum: trockene bis feuchte Offenland-Standorte, Siedlungsbereich,
Raupen: Sommer und von Herbst, überwinternd bis Mai an verschiedenen Grasarten
Rotbraune Graseule, Mythimna turca
Flugzeit: Juni bis August
Lebensraum: feuchte, halbschattige Stellen, bevorzugt in Wäldern und deren Randbereiche, auch in Moore, selten im Offenland
Raupen: von August, überwinternd, bis Mai an verschiedenen Gräsern (Süßgräser und Carex-Arten)zu finden
Stumpfflügel-Graseule, Mythimna impura
Flugzeit: Mai/Juni bis Juli und in Wärmegebieten in zweiter Generation von August bis September
Lebensraum: vor allem in Feuchtgebieten, an Gewässerufern, in Nieder- und Hochmooren, in nicht zu trockenen Laub- und Mischwäldern, bis ins Kulturland
Raupen: Juli und ab September, überwinternd, bis Mai an verschiedenen Gräsern, wie Seggen, Schilf usw.
Weißfleck-Graseule, Mythimna conigera
Flugzeit: Juni bis August
Lebensraum: grasreiche Gebiete, bis in den Siedlungsbereich
Raupen: ab August, überwinternd, bis Mai an verschiedenen Gräsern
Weißes L, Mythimna l-album
Sie galt früher in Deutschland als einwandernde Art, inzwischen ist sie jedoch in den wärmeren Gebieten etabliert.
Flugzeit: Mai bis Juli und - individuenstärker- von August bis Oktober (zwei Generationen)
Lebensraum: Halbtrockenrasen, Felsfluren, Steinbrüche, Böschungen, Bahndämme und Weinberge
Raupen: an Gräsern
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