Weißdorn-Gespinstzünsler - Acrobasis advenella
Lebensraum:trockenwarme und buschige Standorte wie Waldränder, Forstwege, Heckenlandschaften
Flugzeit: Juni bis September in einer Generation
Raupen: August bis Juni, die Art überwintert als Raupe; Raupenfutterpflanze Weißdorn und Eberesche; sie leben in weißen, röhrenartigen Gespinsten an ihrer Nahrungspflanze und fressen mit Vorliebe an den Blüten und Knospen.
Marmorierter Schlehenzünsler - Acrobasis marmorea
Aufgeschwollener Eichentriebzünsler - Acrobbasis tumidana
Fettzünsler - Aglossa pinguinalis
Lebensraum: landwirtschaftliche Gebäude, Heuschober, Siedlungen
Flugzeit: Mai bis August in einer Generation
Raupen: Juli bis Mai, die Art überwintert als Raupe
(oft zweijährige Entwicklung) - Raupenfutterpflanze Stroh, Spreu, Schafmist
Der Fettzünsler ist eine weit verbreitete synanthrope Art, das heißt sein Auftreten ist mehr oder weniger fest an den engeren Siedlungsbereich des Menschen gebunden. Gerne bewohnt sie Speicher, Schuppen und landwirtschaftlich genutzte Gebäude wie Viehställe. Die Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv und verbergen sich tagsüber.
Da man früher annahm, dass sich die Raupen von Schmalz, Butter und anderen Fetten ernähren würde, hat man dem Falter den deutschen Namen Fettzünsler gegeben.
Tatsächlich fressen sie meist nur bereits vermoderte oder welke pflanzliche Stoffe oder Exkremente. Sie leben in Gespinströhren und Gängen an diesen Substanzen. Die Verpuppung erfolgt in einem seidigen ovalen Kokon, der beim Einspinnen mit Fremdkörpern und Fraßteilen bedeckt wird.
Hummel-Wachsmotte - Aphomia sociella
Lebensraum: Gebüschlandschaften, Wiesen, in der Nähe von Bienen- und Wespennestern
Flugzeit: Mai bis August in einer Generation
Raupen: August bis April - die Raupen überwintern - sie ernähren sich von den Waben von Bienen und Wespennestern
Die Hummel-Wachsmotte ist in Europa weit verbreitet und lebt sowohl im Siedlungsbereich wie auch in der freien Natur. Die Falter weisen einen Geschlechtsdimorphismus auf, das heißt Männchen und Weibchen sind von unterschiedlicher Gestalt. Die Männchen besitzen eine etwas farbenfrohere, verwaschene Zeichnung ohne schwarze Mittelpunkte und haben keine vorstehenden Palpen wie die Weibchen. Die Art entwickelt sich vor allem in Hummel- und Wespennestern, die die Weibchen mit ihrem ausgezeichneten Geruchsinn aufspüren und anfliegen. Die Eier werden im unmittelbaren Nestbereich abgelegt.
Die Raupen schlüpfen nach weinigen Tagen und kriechen zum Nest ihres Wirtes. Dort ernähren sie sich sowohl von Abfällen wie auch räuberisch von der Wespen- oder Hummelbrut. Die meist zahlreichen Raupen leben gesellig und schützen sich und ihren Wirkungsbereich mit einem dichten Gespinst, welches auch verhindert, dass sie von Hummeln oder Wespen aus dem Nest geworfen werden können. Abhängig vom Zeitraum der Entwicklung können sie so ein Hummel- oder Wespenvolk erheblich schädigen bzw. auch das gesamte Volk vernichten.
Dunkler Fichten-Zünsler - Assara terebrella
Eichen-Mooszünsler - Scoparia ambigualis
Wiesen-Mooszünsler - Scoparia pyralella
Ginster-Fleckenzünsler - Eurrhypis pollinalis, RL D 2
Goldzünsler - Pyrausta aurata
Wegerich-Zünsler - Pyrausta despicata
Purpurroter Zünsler - Pyrausta purpuralis
Fels-Mooszünsler - Catoptria falsella
Schafschwingel-Zünsler - Thisanotia chrysonuchella
Seerosenzünsler - Elophila nymphacata
Wasserlinsenzünsler - Cataclysta lemuata
Wasseraloe-Zünsler - Parapoynx stratiotata
Rübsaatpfeifer - Evergestis extimalis
Kohlzünsler - Evergestis forficalis
Rübsaatzünsler - Evergestis limbata
Rispen-Graszünsler - Chrysoteuchia culmella
Hain-Graszünsler - Crambus lathoniellus
Dunkler Graszünsler - Crambus pascuella
Weißer Graszünsler - Crambus perlella
Ellenbogenstreifiger Graszünsler - Agriphila geniculea
Magerrasen-Graszünsler - Agriphila inquinatella
Unscheinbarer Graszünsler - Agriphila straminella
Gestreifter Graszünsler - Agriphila tristella
Moorteufelchen - Nascia cilialis
Möhrenzünsler - Sitochroa palealis
Ödlandzünsler - Sitochroa verticalis
Holunderzünsler - Anania coronata
Schwarzweißer Nesselzünsler - Anania hortulata
Wasserdostzünsler - Anania lancealis
Moorwiesen-Distelzünsler - Anania perlucidalis
Königskerzen-Gespinstzünsler - Anania verbascalis
Langbeiniger Winkelfleckenzünsler - Dolicharthria punctalis
Geflammter Kleinzünsler - Endotricha flammealis
Gescheckter Eschenrindenzünsler - Enzophera pinguis
Große Wachsmotte - Galleria mellonella
Spitzwegerich-Zünsler - Homocosoma sinuella
Heuzünsler - Hypsopygia costalis
Lebensraum: als synanthrope Art in Siedlungen, Gärten, in und um Häuser, in der freien Natur in Waldsteppen und an Waldrändern
Flugzeit: Mai bis Oktober in zwei Generationen
Raupen: August bis Mai; die Art überwintert als Raupe; Raupenfutterpflanze Heu, Stroh, trockenes Pflanzenmaterial
Der Heuzünsler ist eine in Europa weit verbreitete und häufige Art, die sehr gerne synanthrop auftritt und in Häusern, Scheunen und Heu- und Strohschobern lebt. Man findet sie allerdings auch in der freien Natur, wo sie sich überwiegend in Vogelnestern oder Eichhörnchenkobeln entwickelt.
Die Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv und ruhen tagsüber in der Vegetation oder an Blattunterseiten. In der typischen Ruheposition werden die Flügel weit ausgebreitet und der Hinterleib angehoben.
Die Raupe entwickelt sich in röhrenartigen Gespinsten an trockenen pflanzlichen Substanzen wie Heu, Stroh oder Pflanzenresten. Die Verpuppung erfolgt in einem Kokon aus zerkleinerten Pflanzenresten.
Distelzünsler - Myelois circumvoluta
Rhabarberzünsler - Oncocera semirubella
Lebensraum: Gärten, Wiesen, Offenland, Trockenrasen, sonnige Habitate
Flugzeit: Mai bis September in zwei bis drei Generationen
Raupen: August bis Juni, die Art überwintert als Raupe; Raupenfutterpflanze Gewöhnlicher Hornklee, Weißklee und andere Kleearten
Eine weit verbreitete Zünsler-Art, die vorwiegend trockene gras- und kräuterreiche Standorte besiedelt, auch in der Agrarlandschaft. Sowohl in den Niederungen wie auch in höheren Bergregionen kann man die Tiere antreffen. Die Falter sind aufgrund ihrer typischen Färbung unverwechselbar. Sie sind nachtaktiv und ruhen tagsüber in der niedrigen Vegetation, aus der sie allerdings leicht aufgescheucht werden können.
Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen Schmetterlingsblütlern, wie z. B. Hornklee, Luzerne, Klee, Hauhechel oder Hufeisenklee. Sie leben in röhrenartigen Gespinsten an der Nahrungspflanze und befressen vorwiegend die Blüten, seltener die Blätter der Pflanze. Die Verpuppung erfolgt in einem seidigen Kokon zwischen zusammengesponnenen Blättern oder an der Erdoberfläche.
Besenheide-Zünsler - Pempelia palumbella
Eichenbuschzünsler - Phycita roborella
Mehlzünsler - Pyralis farinalis
Lebensraum: Siedlungsgebiete, Mühlen, Bäckereien, Getreidesilo, Tierställe, Lagerhallen (synanthrop in der Nähe von Menschen)
Flugzeit: April bis September in bis zu fünf Generationen
Raupen: ganzjährig; Nahrungspflanze der Raupen Körner und Körnerprodukte, trockene Pflanzenteile
Sie sind nachtaktiv und ruhen tagsüber an Blattunterseiten oder dunklen Wänden und sind kaum aufzuscheuchen.
Die Raupen gelten als Vorratsschädlinge und ernähren sich von Körnern-oder Körnerprodukten, trockenen Pflanzenresten und tierischen Abfällen. Möglicherweise fressen sie auch Schimmelpilze, da sie schon in völlig verschimmelten Lebensmitteln gefunden wurden. Häufig werden Gespinströhren ausgebildet, die mit Nahrungsresten verklebt sind und dadurch Klumpen ergeben. Die Dauer der Entwicklung ist von äußeren Einflüssen abhängig. Unter günstigen Bedingungen (warm und feucht) können bis zu fünf Generationen pro Jahr hervorgebracht werden, unter weniger günstigen Bedingungen kann die Entwicklung aber auch bis zu zwei Jahren dauern. Die Verpuppung erfolgt in einem seidenen Kokon, der mit Nahrungspartikeln bedeckt ist.
Orangeband-Schmalzünsler - Sciota rhenella
Dürrwiesen-Zünsler - Synaphe punctalis
Maiszünsler - Ostrinia nubilalis
Wander-Fettzünsler - Udea ferrugalis
Udea institalis
Buschwald-Fettzünsler - Udea olivalis
Blasser Nesselzünsler - Pleuroptya ruralis
Olivenbaum-Zünsler - Palpita vitrealis
Wanderzünsler - Nomophila noctuella
Streifenzünsler - Chrysocramboides craterella
Weißdorn-Stammzünsler - Eudonia lacustrata
Marmorierter Mooszünsler - Eudonia laetella
Kleiner Grauzünsler - Eudonia morcurella
Mauerfarbiger Stammzünsler - Eudonia murana
Sumpf-Grauzünsler - Eudonia pallida
Spätsommer-Grauzünsler - Eudonia truncicolella
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